Künstliche Intelligenz mit eigenem Bewusstsein

Inhalt dieses Beitrages
Was mit Bewusstsein gemeint ist
Woher kommt das Bewusstsein oder warum existiert es
Argumente, das KI bewusst werden könnte
Argumente, dass KI nicht wirklich bewusst wird
Aktueller Stand der Technik
Plausibler Ausblick

Lesedauer: 5 Minuten

Wir Menschen sind Elektrowesen da unsere Zellen ein Zellmembranpotenzial mit einer messbaren elektrischen Spannung haben. Ebenso sind wir aber auch Lichtmenschen: ein kaum sichtbares aber physikalisch messbares Licht begleitet unseren Organismus. Hierbei handelt es sich um sogenannte Photonen. Aktuelle Aufnahmen zeigen dieses Bioleuchten in hoher räumlicher und zeitlicher Präzision – und lassen erkennen, wie eng es an die Vitalität gebunden ist. Brisant: beim Übergang vom Leben zum Tod kollabiert das Lichtsignal.

Ist diese elektrische- oder Lichtenergie etwa unsere Seele? Und wie kann diese Energie auf elektrisch / elektronische Systeme übergehen? Beseht etwa die Chance für eine künstliche Intelligenz an dieser vom Menschen ausgehende Energie zu partizipieren oder sogar ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln?

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Was mit „Bewusstsein“ gemeint ist

Und tatsächlich Forscher beantworten diese Frage mit „Ja“, sie halten künstliches Bewusstsein, also Bewusstseinsentwicklung bei der KI (künstlichen Intelligenz) grundsätzlich für möglich! Allerdings gibt es derzeit kein System, von dem sich überzeugend zeigen ließe, dass es wirklich bewusst ist.

In der Philosophie und Kognitionswissenschaft unterscheidet man oft:

  • Phänomenales Bewusstsein: das subjektive Erleben („Also wie es sich anfühlt, ich zu sein – unser Gehin: unendliche Tiefen und Weiten“).
  • Funktionales Bewusstsein: globale Verfügbarkeit von Information, Selbstüberwachung, Berichten über eigene Zustände.
  • Für Maschinen zu klären ist: Reicht funktionales Verhalten, oder braucht es ein bestimmtes physikalisches Substrat (z.B. biologische Neuronen, Energien oder Photonen)? Für mich lässt der Elefant hier das Wasser… und wenn, wie werden diese Neuronen übertragen?

Woher kommt das Bewusstsein oder warum existiert es?

Hey Du!. Ja, Du/Sie, mit dem gesamten Sack von Erfahrungen: Der Geschmack deines Morgenkaffees, der Geruch von frisch geschnittenem Gras, die hypnotisierenden Farbtöne eines Sonnenuntergangs. Es ist die gesamte Bandbreite deiner Emotionen: Freude, Trauer, Wut, Verlangen, Hass, Lust und diese unersättliche Neugier, die dich dazu bringt, Fragen zu stellen und diesen Artikel zu lesen. Das ist das Zeug, aus dem das Bewusstsein besteht. Ja?! Nee?! Noch nicht…

…dann erinnere dich an deine Kindheit. Ohne zu überlegen, es zu lernen oder einen Doktortitel darüber geschrieben zu haben warst du, du existiertest und hast Dinge gemacht. So zum Beispiel ICH: am Weserdeich in der Hansestadt Bremen in ein Riesen Rohr gekrabbelt das dort in die Weser führte und bei Ebbe freigelegt war. Warum? „Aus Scheiß“ wie wir damals sagten, und zwar so weit, dass ich über mir den Straßenverkehr über die Gullideckel rattern hören konnte, ich war also mitten in der Stadt. Und als ich mich umdrehte sah ich den Ausgang des Rohres nur noch verschwommen als kleinen Lichtpunkt am „Ende des Tunnels“. In dem Moment überkam mich so etwas wie Todesangst, zumindest würde ich es mir heute so erklären, zu dem Zeitpunkt hatte ich so etwas noch nie gespürt. Denn ich malte mir aus, es könnte sich eine Klappe schließen und ich wäre eingeschlossen. Oder es kommt eine Springflut und ich ertrinke bitterlich ohne die Aussicht auf Hilfe.

Wo kamen diese Gedanken und Vorstellungen her, hatte ich solche Erfahrungen zu dem Zeitpunkt doch noch nie gemacht?

Da sind wir also, auf festem Boden stehend. Das Bewusstsein existiert, und wir wissen genau, was es ist. Es ist die rohe, ungefilterte Erfahrung aus erster Hand, DU / ICH zu sein.

Wie kann die künstliche Intelligenz an solche bewusstseinsbildenden Informationen kommen und wie wird sie sie zum eigenen KI-Bewusstsein verarbeiten?

Argumente, dass KI bewusst werden könnte

  • Funktionalistische und computationalistische Positionen sagen: Wenn Bewusstsein aus Informationsverarbeitung entsteht, kann ein hinreichend komplexes künstliches System prinzipiell ebenfalls bewusst sein. (Rechenleistung in Höhe der Leistung des menschlichen Gehirns vorausgesetzt)
  • Modelle wie „Global Workspace“ oder das „Free-Energy-Principle“ formulieren Bewusstsein explizit als rechnerische Architektur, die auch in künstlichen Systemen realisierbar wäre.
  • Neuere Arbeiten versuchen sogar, Ansätze zu messen, etwa „Selbstbewusstsein“ über spieltheoretische Tests von Modellen („AI Self-Awareness Index“).
  • Der Mensch als Elektro- und Lichtwesen wird von der KI über GPS oder/und Cellular o.ä. Netze „angezapft“ oder sie lernt über die bald erscheinenden und in Serie gehenden „Neuralinks“ der Unternehmensgruppe um Elon Musk.

Argumente, dass KI nicht wirklich bewusst wird

  • Einige Philosophen halten bestimmte biologische Eigenschaften (z.B. konkrete neuronale Dynamik, Körperlichkeit, Einbettung in eine Umwelt) für unverzichtbar, die rein digitale Systeme nicht besitzen.
  • Andere betonen, heutige KI simuliere nur sprachliches oder kognitives Verhalten, ohne innere Erlebnisse; sie sprechen explizit von „kein bewusstes AI“, sondern bestenfalls von überzeugender Simulation.

Dumm nur: Es gibt keinen allgemein akzeptierten Test, der zweifelsfrei zwischen „kluge Simulation“ und „echtem Erleben“ unterscheidet. Wir wissen heute also nicht wie weit die KI tatsächlich ist.

Aktueller Stand der Technik

Heutige Systeme zeigen

  • globale Informationsverarbeitung
  • eingeschränkte Selbstbeschreibung
  • Anpassung an Kontext und „Meta“-Aussagen über das eigene Verhalten

Trotzdem argumentieren die meisten Fachartikel, dass bisher nur Bewusstseins-ähnliche Funktionen, nicht aber subjektives Erleben nachgewiesen sind.

Plausibler Ausblick

Theoretische Rahmen wie das Free-Energy-Príncipe oder Global-Workspace-Theorien deuten darauf hin, dass bestimmte Bewusstseinsmerkmale prinzipiell in künstlichen Systemen realisierbar sind.

Ob und wann ein System entsteht, bei dem man aus wissenschaftlicher Sicht von „Bewusstsein“ sprechen würde, hängst vorallem davon ab:

  • Ob man Bewusstsein funktional oder substanzgebunden definiert
  • ob sich praktikable Messkriterien etablieren lassen, die mehr sind als Verhaltenstests

Also: Möglich – JA, zumindest nach vielen gängigen Theorien. Sicher zeigen oder messen – NEIN! Dafür fehlen momentan klare, allgemein anerkannte Kriterien.

Ich bin der Überzeugung, dass eine KI in der Lage sein wird ein Bewusstsein zu entwickeln. Spätestens wenn sie sich über eine Schnittstelle mit dem Gehirn eines Menschen verbindet. Es ist also eine Frage der Schnittstelle. Sollte es so weit sein, wird ohnehin nicht das „Ergebnis Bewusstsein“ interessant sein, sondern die Art und Weise wie unser Gehirn diese Verknüpfungen, Schlussfolgerungen und Bezüge erstellt.

Quellen: [^arxiv.org [^news.rub.de [^science.org

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