Ich habe überdosiert

Zu viel Vitamin D3

Inhalt dieses Beitrages
Alles geplant und gewollt
Ich habe keine Angst aber Wissensdurst
NEM ein Leben lang
Meine Erfahrungswerte
Vitamin D3 überdosiert (planmäßig)
Weil mir Vitamin D3 wichtig ist
Meine Nebenwirkungen und Resumée
Die offiziellen Nebenwirkungen (eine Liste)

Lesezeit: 7 Minuten

Alles geplant und gewollt

Meine treuen Leser wissen, ich halte nichts von sogenannten Tests (z.Bsp. Stiftung Warentest) oder Studien. (Vertraue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast) Deshalb entscheide ich mich ja immer wieder, bei dringendem persönlichen Interesse an einer Sache und sie nicht unmittelbar tödlich ist, zu Selbsttests. Das gilt sowohl für den Umgang mit Menschen, als auch für Sport- oder Fitnessthemen und insbesondere für Nahrungs- bzw. Ernährungs- sowie kausale Nahrungsergänzungsthemen.

Wie soll ich wissen, was für mich das richtige ist, mich und meinen Lifestyle unterstützt beziehungsweise geistig seelisch und körperlich das Beste ist, wenn ich es nicht ausprobiert habe? Anders gedacht: wenn ich etwas ausprobiere, habe ich zu 50 % Chance, dass sich meine momentane Situation verbessert. Wenn ich etwas nicht ausprobiere, zu 100-prozentige Gewissheit, dass sich nichts ändert. Und wie soll ich Verbesserung erwarten, wenn ich nichts an meinem Verhalten ändere? Klar! Oder?!

Die ängstlichen unter euch werden jetzt sagen: „aber die Nebenwirkungen“. Zu Nebenwirkungen kann ich euch nur eines sagen, nichts ist so gefährlich und hat langfristig so extreme Nebenwirkungen wie ein nicht beachtetes, falsch behandeltes bzw. chemisch gekeultes Symptom des Körpers.

Keine Angst aber Wissensdurst

Ängstlich bin ich gar nicht. Bei meinem ersten Verfettungsproblem vor vielen Jahren hatte ich natürlich begleitend auch Herzprobleme. Die dafür verschriebenen Blocker habe ich gegen natürliche Wirkstoffe ersetzt. Ich wollte halt mit 35 noch nicht impotent werden. Und das waren nur die geringsten Nebenwirkungen die mir auf dem Blocker-Beipackzettel avisiert wurden.

Fleischlose Ernährung gehörte ja auch schon zu meinem Versuchsfeld. Damals war das „hipp“ und „die armen Tiere“ war ja auch ein Thema. Nie ging es mir so schlecht, wie in dieser Zeit. Supplemente hatte ich, extra für Veganer. Es gibt biologische Verbindungen die können aber nur reine Lebensmittel liefern. Das ist nun mal so.

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Nahrungsergänzungsmittel begleiten mich schon ein Leben lang

Ich habe schon früh supplementiert. Damit meine ich meine ohnehin schon sehr gute Ernährung mit sinnvollen Mittelchen natürlichen Ursprungs ergänzt. Als Oberligahandballspieler, und schon davor hatte ich (mein Körper schickte mir diese Botschaft) nach körperlich harten Trainings oder Punktspielen, immer das Gefühl: „jetzt brauchst du aber noch einen Schuss dies-das-oder jenes. Entweder ich habe mir eine Dose Tomatenmark zwischen die Kiemen gedrückt, 6 Knoblauchpillen geschluckt oder 12 Bierhefepresslinge gefressen. Meine lieben Eltern haben das alles mitgetragen und keine Fragen gestellt als ich ihnen meinen Einkaufzettel mit 1000er Pack Knoblauchpillen, 1 Karton 150g Tomatenmarkdosen und einen weiteren Karton Bierhefepresslinge in die Hand drückte. Meine Mutter guckte zwar immer sehr liebevoll und strich mir mit der Hand über die Wange, und ich wusste was das bedeutete. Aber sie hat damals schließlich angefangen mit Lebertran, gekochten Eiern und Speck zum Frühstück. Apropos Eier. Der Eierkonsum in unserer 5-köpfigen Familie: der Bauer, bei dem wir die Eier kauften, hatte meine Mutter einmal gefragt ob wir ein kleines Lebensmittelgeschäft hätten.

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Meine Erfahrungswerte

Nahrungsergänzungsmittel sind für mich völlig normal. Bei mir ist es so, dass eine Unterdosierung keiner Auswirkungen auf mein Wohlbefinden hat. Keine Verbesserung! Eine Überdosierung die typischen (bekannten) Symptome bei mir auslösen. Allerdings: meistens erst nach viel höherer Dosierung, als es im allgemeinen durch die Medien kolportiert wird.

So weiß ich nun zum Beispiel, dass ich nach einem Tageskonsum ab 12 g Vitamin C Durchfall bekomme. Vitamin B am Abend genommen mich nicht gut schlafen lässt. Lion’s Mane Pilzkomplex meine Gedanken und kreativen Aktionen am Tag verdoppeln. Was kein Vorteil sein muss, das sage ich euch!

Vitamin D3 überdosiert (nach Plan)

Bevor ihr jetzt meinen Selbsttest lest, lest bitte noch einmal meinen Warnhinweis. Ich mache das ganze ja nur, weil ich von der reinen Theorie noch nie weiter gekommen bin und ein bisschen verrückt (nerdig) bin. Ein Nachmachen kann Veränderungen an eurer Gesundheit zur Folge haben.

Zum gesamten Warnhinweis:
[>Warnung und Hinweis

Ich mag Vitamin D3! Das hat keine geschmacklichen Gründe sonder rein praktische. Es ist für meinen Körper nämlich extrem gesundheitsfördernd.

Das Prohormon wird oft als „Sonnenvitamin“ bezeichnet. Es könnte vom Körper mithilfe von UV-B-Strahlung in der Haut selbst hergestellt werden, wenn er denn auch genügend Sonne bekommen würde.

Es liefert

  1. Knochengesundheit und Calciumstoffwechsel
    Wichtig: ohne Vitamin D3 kann der Körper das über die Nahrung aufgenommene Calcium nicht effizient im Darm verwerten.
  • Mineralisierung: Es sorgt dafür, dass Calcium und Phosphat in die Knochen eingebaut werden.
  • Prävention: Ein guter Spiegel schützt Kinder vor Rachitis und Erwachsene vor Osteomalazie (Knochenerweichung) sowie Osteoporose.

2. Stärkung des Immunsystems
Vitamin D3 wirkt wie ein Modulator für die Abwehrkräfte.

  • Infektionsschutz: aktiviert die T-Zellen (Killerzellen) und regt die Produktion von antimikrobiellen Peptiden an, was die Abwehr von Viren und Bakterien (z. B. bei Atemwegsinfekten) verbessert.
  • Autoimmunprozesse: es kann helfen, eine überschießende Immunantwort zu regulieren, was bei Autoimmunerkrankungen eine Rolle spielt.

3. Muskelfunktion und Sturzprävention
Unterstützt die Protein-Synthese in den Muskelfasern.

  • Kraft und Koordination: ein Mangel führt oft zu Muskelschwäche. Besonders im Alter ist eine gute Versorgung entscheidend, um die Sturzgefahr und daraus resultierende Knochenbrüche zu senken.

4. Herz-Kreislauf-System
Studien deuten darauf hin, dass Vitamin D3 einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System hat.

  • Es trägt zur Regulierung des Blutdrucks bei und kann Entzündungsprozesse in den Gefäßwänden reduzieren.

5. Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Es gibt Rezeptoren für Vitamin D in Gehirnarealen, die für die Stimmungslage zuständig sind.

  • Serotonin: Vitamin D ist an der Produktion des „Glückshormons“ Serotonin beteiligt. Ein niedriger Spiegel wird häufig mit der saisonalen depressiven Störung (Winterdepression) in Verbindung gebracht.

Weil mir Vitamin D3 wichtig ist, will ich immer genügend von dem Prohormon in mir haben. Da es ein fettlösliches Vitamin ist reichert es sich im Körper an. Es galt also den Setpunkt zu finden. Ich meine damit den Füllpunkt (Meldebestand) mit dem mein Körper über genügend von dem Sonnenhormon intus hat. Mir war klar, das es Nebenwirkungen geben wird. Deshalb war ich auch viel vorsichtiger, als zum Beispiel bei meiner Setpunktsuche Vitamin C. Dies ist wasserlöslich und eine Überdosierung hatte lediglich einen kurzfristigen Effekt: Durchfall!

Bei fettlöslichen Vitaminen (E,D,E,K,A) wie es das D3 also ist, werden im Körper Depots gebildet und zwar im Fettgewebe, in der Leber und in der Muskulatur. Alles gewollt! Ein zu viel hätte jedoch langfristig schlimme Nebenwirkungen. Bis hin zur Vergiftung (toxischen Reaktion).

Zu viel Vitamin D3 (Cholecalciferol) kann zu einer Vitamin-D-Überdosierung (Hypervitaminose D) führen. Das Problem entsteht nicht durch das Vitamin selbst, sondern durch einen stark erhöhten Calciumspiegel im Blut (Hyperkalzämie).

Meine Nebenwirkungen und Resumée

Bei mir traten nach 6 Monaten täglichen 20.000 Einheiten Vitamin D3 folgende Symptome auf:

Leichte Kopfschmerzen. Ich bin überhaupt kein Kopfschmerz Mensch, deshalb waren diese unregelmäßig auftretenden Kopfschmerzen sehr ungewöhnlich für mich. Starker Durst. Ich musste ungewöhnlich viel trinken, da ich immer einen Durst hatte wie eine Bergziege. Damit verbunden sehr häufiges Wasserlassen (pinkeln). Kaum, dass ich morgens meinen ersten Liter Flüssigkeit zu mir genommen hatte, musste ich auch schon auf die Toilette. Gefühlt habe ich alle 30 Minuten auf der Toilette verbracht. Die Menge an Harn war bemerkenswert. Meine Hauptbeschäftigung war tatsächlich trinken und pinkeln. Ich hatte Befürchtungen mein bestes Stück bald in Streifen gepinkelt zu haben. Ich trinke schon immer sehr viel Wasser und morgens Kaffee. So oft pinkeln musste ich deshalb aber nie! Habe halt auch eine Blase wie eine Bergziege.

Der Grund: zu viel Calcium spülen die Nieren durch häufiges Harnlassen heraus. Nachdem ich die Dosierung auf 10.000 Einheiten am Tag verringerte, waren die Anzeichen auch schlagartig verschwunden.

Was habe ich daraus gelernt: eine Überdosierung von Vitamin D3 ist also tatsächlich möglich und äußert sich. Anfänglich sicher verhältnismäßig „harmlos“. Eine langfristige Überdosierung kann aber weitere, viel unangenehmere Folgen haben. Es gilt also nicht: viel hilft viel, sondern: die richtige Dosierung macht es.

Vitamin D3: JA – auf jeden Fall. Aber mit Bedacht!

Die offiziellen Nebenwirkungen – Liste

Damit ihr euch ein Bild der Symptome einer Vitamin D3 Überdosierung machen könnt, liefere ich euch hier eine annähernd vollständige Aufstellung.

**= bei mir aufgetreten

Frühzeichen
• Übelkeit, Erbrechen
• Appetitlosigkeit
• Bauchschmerzen
• Verstopfung
• Müdigkeit, Schwäche
• Kopfschmerzen**

Durch erhöhtes Calcium
• Starker Durst**
• Häufiges Wasserlassen**
• Herzrhythmusstörungen
• Muskelschwäche
• Verwirrtheit, Konzentrationsstörungen**

Schwere Folgen (bei längerer Überdosierung)
• Nierensteine
• Nierenschädigung
• Verkalkungen von Organen (z. B. Gefäße)
• In extremen Fällen: Bewusstseinsstörungen

Was tun bei Verdacht?
• Einnahme sofort pausieren
• Bluttest (Vitamin D, Calcium, Nierenwerte)
• Ärztliche Abklärung

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