Körperintelligenz

Inhalt dieses Beitrages
•Es geht ums EssenMein Körper entscheidet was ich esseDein Körper weiß mehr als du denkstSeit wann?Schweinshaxen pflasterten meinen Weg!Das ErwachenVom Wahnsinn umzingeltDie Wende
Thomas Krüßmann, Privat, Health, Laufen, Jogging, Langlauf

“Mann, habe ich einen Schmacht auf… xyz“. „Schmacht“ steht für mich, als aus Norddeutschland stammend, natürlich für Kohldampf, also tierischen Hunger. Kennen Sie das? Wenn Sie so richtig der Mampfdruck überfällt und Sie das nächste essbare Stück in sich hineinschlingen könnten, das Ihnen über den Weg läuft. Ach Mensch, mein Neandertaler-Gen. Wir laufen natürlich nicht mehr hinter unserer Nahrung her… wir gehen zum REWE.

Wenn nun der Körper über das Gehirn auch noch ein Bild mitliefert, z.B. blitzt eine Banane auf oder ein leckerer Eiweiß Waldbeeren Smoothie oder eine Schweinshaxe, dann können wir von Körperintelligenz ausgehen, die gerade eine Info an Sie übermittelt: so in der Art „Hey – du hast einen Mangel, füll was nach, damit ich weiter auf hohem Niveau funktioniere.“ Nun besteht der Mangel natürlich nicht in der Schweinshaxe sondern in irgendeinem Nährstoff, den die Schweinshaxe liefern könnte. Zum Beispiel Carnitin oder so.

Zugegeben! Vor meiner Läuferkarriere, die etwa anno 1995 begann, hatte ich auch Kohldampf, allerdings entschied ich mich dann meistens für die Schweinshaxe. Mein Körper hat mir halt die falschen Signale geschickt. 😉 Es könnte aber auch sein, dass ich meinen Körper schlicht und ergreifend falsch verstanden habe. Im Nachhinein schwierig zu entscheiden.

Mein Körper entscheidet was ich esse!

Das Gute daran ist, ich esse nur das was ich brauche. Wenn man auf die Körperintelligenz, oder auch somatische Intelligenz hört, dann muss man nicht nachdenken, was man isst. 7 Uhr Frühstück 12:30 Uhr Mittag und 18 Uhr Abendessen? Aus heutiger Sicht für mich eine Qual. Warum soll ich zu den Zeiten essen, obwohl mein Körper nichts signalisiert?

Somatische Intelligenz ist, wenn Sie ihr Gehirn einfach machen lassen. Und nicht in einen Schuhkarton packen.

Heute sieht es z.B. so aus, dass ich morgens, nach dem Aufstehen, einen Einweißshake zu mir nehme. Um 10:00 Uhr einen olivenöligen Salat, um 14:30 Uhr eine Frikadelle mit Gemüse und abends, irgendwann wieder einen Shake mit Banane, also Bananenshake. (Zeiten sind beispielhaft .. kann völlig unterschiedlich sein) Und bitte, über das folgende Thema sagt ihr nichts meinen Freunden! Sonst ab HIER nicht weiterlesen!!

Dein Körper weiß mehr als du denkst

Es gibt vegane Tage

Ich esse gerne Fleisch. Und es wird für mich auch immer Fleisch auf dem Grill geben. Natürlich kein Billigfleisch, eher abgehangenes Dry Age vom verwöhnten Longhorn .. optisch also etwa so:

Thomas Krüßmann, Privat und Business, Körperintelligenz

Trotz allem, wir erinnern uns: mein Körper entscheidet, was ich esse. Und manchmal (jetzt kommt’s) will er kein Fleisch. Ekel ist ein harter Begriff, aber es geht in die Richtung. Anfänglich dachte ich, ich sei krank, habe Unmengen an Salat und Gemüse in mich rein geschaufelt. Ich sag nur Krautsalat. Krautsalat pflasterte meinen Weg.

Seit wann?

Seit es mir mal richtig scheiße ging! Sorry. Aber so ist es. 135kg Lebendgewicht sind selbst bei einer Körperlänge von 192cm zu viel. Ich war ein Fettsack – unbeweglich, schwer atmend, nörglerisch und impotent. Typischer 535tds Fahrer. (Der ich auch war)

Schweinshaxen pflasterten meinen Weg!

Das was ich tue, egal ob im Privaten oder im Business mache ich mit Haut und Haaren. Vielleicht ist das eine Charaktereigenschaft und vielleicht liegt das auch daran, dass ich versuche, immer nur die Dinge zu tun, die ich wirklich liebe. (Ist schwer, es benötigt Durchhaltevermögen)

Als junger Kerl ging es mir auch schon so. Nur hatte ich das damals noch nicht so mit der „Work Life Balance“, damit ihr versteht was ich meine. (Meiner Meinung nach gibt es die nicht, aber dazu komme ich in einem anderen Beitrag, bleibt dran)

Thomas Krüßmann, Körperintelligenz

Also, du willst eine Rechnung, die garantiert aufgeht? Dann verhalte dich entsprechend: sehr viel arbeiten, sehr viel sitzen, sehr viel Stress, >120.000km jährlich im Kfz, täglich ein anderes Hotel, morgens – mittags – abends die falsche Ernährung und last but not least – KEINE BEWEGUNG!

Lohn: Zusammenbruch mit Ende 30.

Das Erwachen

Es gibt ja gewisse traumatische Erfahrungen, die man einfach nicht vergisst. Bei mir ist es zum Beispiel die Erfahrung die ich hatte, als mich als Kind mal jemand in einem Schuppen eingesperrt hat oder 9/11. Da weiß ich ganz genau, wann das war und wo ich da war.

Und an den Zusammenbruch erinnere ich mich ganz genau so. Ich war geschäftlich mit einem Kollegen in Österreich unterwegs und wir waren sehr erfolgreich. Zufrieden mit uns, haben wir den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Kennt ihr die mit Käse gefüllten, dicken Bratwürste? Käsekreiner sagt der Österreicher oder im Volksmund: eine eitrige BIETÄÄÄ .. (ich schweife ab)

Nach dieser Geschäftsbesprechung, am nächsten Morgen, wachte ich im Hotelzimmer auf und hatte eine riesige blutunterlaufene Beule, nein eher riesige Blase auf dem rechten Oberschenkel. Damit fuhr ich dann noch 1.200km Richtung Heimat. Ich wohnte damals in Schleswig-Holstein, in der Nähe von Hamburg.

Vom Wahnsinn umzingelt

Das war die Überzeugung des Arztes, den ich natürlich am nächsten Tag beauftragte dieses Naturereignis auf meinem Oberschenkel mal anzuschauen. Gar nicht mal so, weil ich diese Blutbeule mein Eigen nannte, sondern viel mehr war er schwer beeindruckt davon, dass ich mit dem Ding noch nach 1.200km Autofahren, lebend angekommen sei. Meine Bemerkung „nun ja, ich fahre BMW“ verleitete ihn dann zu der in der Überschrift genannten Aussage. Ich vermutete damals weil er Mercedes fuhr.

Die Wende

Somatische Intelligenz fällt nicht vom Himmel. In dem Zustand, in dem ich mich befand, konnte ich sie nur erreichen, wenn sich mein „state-of-mind“ änderte. Nicht wörtlich nehmen, als Gefühl beschrieben.

Geistig war ich ja noch soweit klar. Aber ich musste mein Verhalten ändern. Zuallererst mir gegenüber. Das tat ich dann auch. Ich trat im Business etwas kürzer und gab dafür dem Thema Health etwas mehr Platz. Ich arbeitete immer noch viel aber integrierte Sport und Erholungsphasen, änderte meine Ernährung, trank nicht mehr so viel Alkohol und versuchte wieder ein leistungsfähiger Ehemann zu sein.

Nach 2 Jahren waren 135kg auf 99kg geschrumpft, ich war fit und hatte das erste mal das Erlebnis, ich müsse jetzt unbedingt Seelachsschnitzel essen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon HIT in meine sportlichen Aktivitäten integriert. Langlauf – auch Trial und Fitness also Muckibude. Und am lautesten oder soll ich sagen am deutlichsten sprach mein Körper zu mir, wenn ich unter Volllast laufend, Bergstrecken erklommen habe und nach 1,5 Stunden vollkommen ausgepowert war. Seelachsschnitzel – fragt bitte nicht warum.

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