Ich habe es schon in einigen Beiträgen geschrieben. Ich kann mir das zusammenleben, die Arbeit, die Interaktion mit und das Verständnis für einen Androiden sehr gut vorstellen. Das behaupte ich schon seit einigen Jahren. Heute wird von digitalen Zwillingen (KI-Zwillingen) geredet. Für mich ein logischer Schritt. Der Android begleitet dich im Real-Life dein KI-Zwilling im Metaverse, also im virtuellen Leben. Und letztendlich ist er das „Gehirn“ deines Androiden.
Inhalt dieses Beitrages:
•Unser Android hat kein Hirn er hat KI!
•Was ist ein KI-Zwilling?
•KI-Zwilling kann Stellvertreter und Selbständig handelnd sein
•Gemeinsamer Gewöhnungsprozess schafft KI-Persönlichkeit
Lesedauer: 4 Minuten
Was ist ein KI-Zwilling, wozu ist er gut und wie kann ich ihn verwenden?
Mein (und auch dein) Android wird eine KI haben. Logisch. Wir können entscheiden, ob diese KI eine fremde Person „verkörpern“ (darstellen) soll oder so wie ich es mir vorstelle als Abbild meinerseits. Bei dieser Überlegung sollten wir allerdings folgendes Bedenken. Unsere KI wird die „Person“ sein, die wir erschaffen. Forscher (und auch ich) sind sich sicher, das sie in der Lage ist ein eigenes „Bewusstsein“ zu erschaffen. Wissende wird sofort der Gedanke „Frankenstein“ kommen. Und ja, da ist was dran. Allerdings: bei unserer KI haben wir es in der Hand ob sie eine Ergänzung unseres Lebens wird, oder ein Monster.
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Was ist ein KI-Zwilling
Ein KI-Zwilling ist ein digitales Modell, das eine reale Person, ein Objekt oder ein System nachbildet. Das heißt, es sammelt Daten über das Original, analysiert sie und erstellt daraus ein virtuelles Gegenstück. Wir können uns so einen Zwilling erstellen, indem wir regelmäßig Daten über uns sammeln, zum Beispiel durch Wearables, Sensoren oder Software, die unsere Gewohnheiten aufzeichnet. Das bringt uns Vorteile, weil wir zum Beispiel unsere Gesundheit besser vorhersagen können, Abläufe optimieren können oder personalisierte Empfehlungen erhalten.
Dieser KI-Zwilling wird also durch Daten und künstliche Intelligenz gefüttert. Er kann unser Verhalten, unsere Entscheidungen oder sogar unsere körperlichen Prozesse simulieren. Das kann ganz unterschiedlich wirken: in der Medizin könnte es helfen, Behandlungen besser anzupassen, oder es könnte im Alltag personalisierte Hilfestellungen geben. Es kommt also sehr darauf an, wofür der Zwilling erstellt wird.
Stellvertretend und auch selbständig handelnd
Wenn wir es richtig machen, ist unsere KI schlauer als wir selbst. Ich mag Wesen um mich herum, die schlauer und besser sind als ich. Ich will ja besser werden. Und logisch, denn, sie wird unsere „kleines Menschlein“ Entscheidungen mit dem vorhandenen Web-Wissen ab- und vergleichen und bestenfalls unsere Entscheidung positiv beeinflussen. Es nutzt also zum „Controlling“ das geballte, gesammelte Wissen der gesamten Menschheit inclusive KI-basierten Wissens. Und machen wir uns nichts vor: das Universum wird von der Größe her in wenigen Jahren ein Fliegenschiss gegen das Internet sein.
Kleines Beispiel: angenommen, wir (ich und KI-Zwilling) planen eine teure Reise und unser Zwilling stellt fest, dass in dem Zeitraum eine große Reisewarnung vorliegt oder die Preise extrem hoch sind. Er könnte mir dann vorschlagen, einen anderen Zeitpunkt zu wählen oder ein ähnliches Reiseziel, das günstiger ist. So hilft er uns, Geld zu sparen und Probleme zu vermeiden.
Stellvertretend, im Metavers
In der virtuellen Welt könnte der KI-Zwilling als mein Avatar folgendermaßen unterstützend helfen: wir planen ein neues Projekt, mit neuen Aufgaben, Anforderungen und Kontakten. Allein die Vorrecherche und Informationssammlung würde sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.
Mein KI-Zwilling geht nun also als mein Avatar selbständig auf die Suche nach Informationen und Projekt basierten Kontakten, er könnte zum Beispiel dort Dienstleistungen anfragen, an Konferenzen teilnehmen oder Kontakte (zu anderen Avataren) knüpfen. Er könnte mich also in Welten vertreten, während ich mich auf andere Dinge konzentriere. Ich könnte ihn diesbezüglich auch für Schulungen nutzen an denen er für mich teilnimmt und mir ein Ergebnis zusammenfasst. Oder ich nutze ihn ganz lapidar als persönlichen Assistenten.
Wenn wir also eines Tages nach Hause kommen und unser Android regungslos in der Ecke sitzt, stören wir ihn besser nicht! Wer weiß, in welchen Welten er gerade für uns unterwegs ist. 😉
Hierbei gebe ich ihm einen gewissen Grad an Autonomie, damit er diese selbstständigen Tätigkeiten ausführt, Informationen sammelt oder bestimmte Aufgaben erledigt. Ich kann ihm dabei auch eine Art Persönlichkeit mitgeben, die sein Verhalten steuert.
Gewöhnungsprozess schafft KI-Persönlichkeit
Bei sehr enger Zusammenarbeit ist er sogar in der Lage meine Persönlichkeit zu übernehmen, aber eine komplette Persönlichkeit entsteht dadurch nicht automatisch. Für eine komplexe Persönlichkeit wie meine 😉 müsste ich ihm aktiv beibringen, wie er sich verhalten soll, welche Werte er vertreten soll. Er ist also wie ein Rohdiamant, den ich schleifen muss.
Wenn er mir sehr ähnlich sein soll, muss ich ihn mit ganz vielen Daten füttern, die zeigen, wie ich spreche, entscheide und was mir wichtig ist. Wir (KI + ich) können quasi ein Profil erstellen, das meine Persönlichkeit so gut wie möglich nachbildet. Wenn ich ihr nun noch ein paar Beispiele gebe, aus bestimmten Situationen, in denen ich besonders witzig war, oder wie ich ein schwieriges Problem gelöst habe, sie mit meinen Werten füttere, was ich unter humanität verstehe u.ä., dann sind wir auf dem Weg eine Persönlichkeit nach meinem Geschmack zu formen.
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In einem weiteren Beitrag werde ich mich mit der wichtigsten Frage beschäftigen, die ich bei der Erstellung eines KI-Zwilling sehe. Also bleibt dran…






